Foto: Christopher Weidner

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Bevor die Unstrut bei Naumburg in die Saale mündet, hat sie bereits fast 200 Kilometer durch Thüringen und Sachsen-Anhalt zurückgelegt. Ihr Name geht auf das germanische Wort für Sumpf zurück und die Vorsilbe “Un-” ist eine Steigerungsform dazu: wie aus einem Wetter ein “Unwetter” wird, so wird aus einem Sumpf, ein “Unsumpf” – oder eben die Unstrut. Dies zeigt, dass dieser Fluss sich mitnichten immer so sanft und beschaulich gegeben haben mag, wie ihn heute Kanufahrer und Wanderer erleben. Und so verwandelt sich das von Bäumen und Büschen flankierte Gewässer noch heute in regenreichen Zeiten in einen reißenden Strom und sein Wasser droht über die Ufer zu treten und Wiesen, Felder und Städte zu überfluten. Lesen Sie weiter »

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In der Nähe von Ralswiek auf der Insel Rügen befindet sich ein dicht bewaldetes, hügeliges Gelände, das “Schwarze Berge” genannt wird. Dieser Name rührt wohl von dem Umstand her, dass sich hier in frühen Zeiten Begräbnisstätten befanden, vielleicht weil hier die Toten verbrannt wurden oder weil diese Stätten zugleich der dunklen Göttin Hel geweiht waren, der Herrin der Unterwelt, aus deren Namen später die christliche Hölle wurde. Tatsächlich befinden sich hier etwa vierhundert, bis zu zwei Meter hohe Hügelgräber. Früher muss diese Gegend waldlos gewesen sein, ein Gräberfeld und eine heilige Stätte zugleich. Lesen Sie weiter »

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Viel wissen wir nicht über diese Lokalheilige am Rande der Eifel. Die fromme Frau soll im 9. Jahrhundert in Berge im Kottenforst nahe Bonn gelebt haben. Eingedenk des Wirkens der Heiligen wurde dieser Ort in Lüftelberg umbenannt und ist auch heute noch unter diesem Namen etwa 2,5 Kilometer nordwestlich von Meckenheim zu finden. Die frühesten Aufzeichnungen über ihr Wirken sind uns allerdings erst aus dem 12. Jahrhundert überliefert und erst im 17. Jahrhundert wurde ihre Vita aufgezeichnet. Lesen Sie weiter »

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Zwischen Roßla und Agnesdorf, westlich von Questenberg, liegt der geheimnisvolle Bauerngraben.

Unser Spaziergang beginnt an einem Parkplatz an der Straße von Roßla nach Agnesdorf, an dem der Karstwanderweg nach Osten Richtung Questenberg führt. Wir aber wenden uns westwärts, überqueren die Straße und tauchen in den dichten Buchenwald ein. Hin und wieder leuchten die roten Beeren der Eberesche am Wegrand auf. Der kaum befestigte Weg steigt in sanften Schwüngen auf und ab, an unzähligen Dolinen vorbei, die erahnen lassen, auf welchem Gestein wir hier wandern. Lesen Sie weiter »

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Nein – St. Moritz liegt nicht nur im Engadin, sondern auch am Rande der Fränkischen Schweiz, unweit der Ortschaft Leutenbach. Und dieses eher unbekannte Fleckchen Erde in der Fränkischen Schweiz birgt eine Besonderheit: Nur wenige Schritte vom Parkplatz entfernt hören wir es schon plätschern – das Orakelbrünnlein des Heiligen Moritz. Hinter den Gittern einer weiß getünchten Feldkapelle quillt das Wasser aus der Tiefe und ergießt sich zwischen groben Steinen in ein kleines Bächlein davor. Über allem wacht die seltsam hölzern wirkende Statue des Ortsheiligen Sankt Mauritius oder Sankt Moritz – ein Schild in der linken, die Legionärslanze in der rechten Hand, den Blick geradewegs auf den Besucher gerichtet. Auf seine Weise wirkt er fast unheimlich in seiner starren Pose. Lesen Sie weiter »