Kapelle auf dem Kirnberg bei AntdorfWer Penzberg in westlicher Richtung verlässt, kommt an der kleinen Ortschaft Antdorf vorbei – und wird schon von Weitem von einer kleinen Kapelle auf einem auffallenden Hügel begrüßt: die Kapelle auf dem Kirnberg. Im Sommer schimmert sie versteckt zwischen den hochgewachsenen und prächtigen Buchen hindurch, in der kalten Jahreszeit erkennen wir ihr weiß getünchtes Gemäuer schon aus der Ferne. Wie magisch zieht uns die Kapelle auf der wie ein umgestürzte Schüssel wirkende Anhöhe an. Der Weg zu ihr ist nicht ganz einfach: zwischen an einem Gehöft vorbei führt uns der Kirnbergweg schließlich auf engem Pfad zwischen Pferdekoppeln zu einem kleinen Drehkreuz und von dort hinauf auf den Hügel. Der steile Anstieg ist schnell bewältigt und wird von einem fantastischen Rundblick in das von Gletschern geformte Voralpenland belohnt. Lesen Sie weiter »

St. Nepomuk am Starnberger SeeKurz nach dem wir Tutzing Richtung Süden verlassen, fällt unser Blick auf eine weiße Säule unter Buchen auf. Ein kleiner Fußweg führt die Anhöhe hinauf und nach wenigen Schritten finden wir uns auf dem Grat eines Steilhanges wieder, auf dem ein Weg entlang führt. Vor uns öffnet sich das Panorama des Würmsees: bis hin zu den Alpen schweift der Blick und auf dem gegenüberliegenden Ufer blitzt das strahlende Weiß die Pfarrkirche von Holzhausen zu uns herüber, die Johannes dem Täufer geweiht ist. Doch der Ort an dem wir uns befinden, gilt einem anderen Johannes. Wir wenden uns der Säule zu – und entdecken, dass es sich um einen Schrein handelt, in dem das überlebensgroße Holzstandbild eines anderen Heiligen wohnt: Johannes Nepomuk. Im Schatten der alten Buchen nehmen wir Platz auf de dort aufgestellten Bänken und genießen den Ausblick auf den See. Lesen Sie weiter »

RamsachkircherlSüdlich von Murnau bei Ramsach wacht die kleine Kirche St. Georg über das Moos. Sie gilt als die älteste Kirche rund um den Staffelsee und wird im Volksmund auch “s’Ähndl” genannt – von “Ahnin” oder “Ahne” – und birgt ein außergewöhnliches Kleinod, das seinesgleichen in Europa sucht: Seit Menschengedenken wird dort eine etwa sechzig Zentimeter hohe, aus Eisenblech geschmiedete Hand-Glocke aufbewahrt, wie sie von den iroschottischen Wandermönchen, die Bayern missionierten, geläutet wurdem. Nachgewiesenermaßen stammt sie aus dem 8. Jahrhundert und ist damit wohl die älteste Glocke Deutschlands.

Glocken riefen die Menschen nicht nur zum Gottesdienst, sondern galten auch als Schutz vor den dunklen Mächten. Die St. Georgs Kirche in Ramsach blickt über das geheimnisvolle Moor, in dem Moorgeister und andere Ungeheuer ihr Unwesen treiben. Der Heilige Georg ist nicht umsonst der Patron dieser Kirche, denn er behütet die Menschen vor den dämonischen Kräften, die zwischen den hohen Gräsern des Sumpfes zu lauern scheinen. Rechts vorne an der Innenwand der Kirche ist sein Bild zu sehen. Lesen Sie weiter »