Eine Auswahl an Bildern von Orten, die ich in meinem Vortrag über Orte der Erkenntnis in und München gezeigt und besprochen habe.
Orte der Erkenntnis sind oft sehr stille und einsame Orte, die auf den ersten Blick keine besonderen Merkmale zu besitzen scheinen und an denen manch flüchtiger Zeitgenosse achtlos vorübergehen wird. Es sind Orte, die uns zur Versenkung in uns selbst einladen. Die Wahrnehmung der äußeren Landschaft tritt in den Hintergrund und und die Aufmerksamkeit gilt ganz unserer inneren Landschaft. Auf eine sanfte und innige Weise werden wir auf uns selbst zurückgeworfen. Hier fällt es uns leicht, über uns selbst und unser Leben nachzudenken. Vielleicht fühlen wir uns eingeladen, ein gutes Buch aufzuschlagen oder selbst ein paar Zeilen zu schreiben. Es sind Orte voller Poesie und Inspiration: gerade künstlerisch veranlagte Menschen werden hier neue Kraft für ihre kreative Arbeit finden, ebenso Menschen, die sich ganz der geistigen Arbeit verschrieben haben. Doch nicht nur sie profitieren von der stillen Kraft der Erkenntnis: jeder, der sich auf die Suche nach einer Lösung für seine Problem macht, ist hier willkommen. Diese Plätze helfen uns, auf das Wesentliche zu stoßen und erlauben uns einen Blick hinter die Oberfläche des Alltäglichen. Sie bringen uns in Berührung mit unserer geistigen Dimension.
Hinweis: Klickt auf das kleine “i” links oben und ihr erfahrt etwas mehr über die Bilder.
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Orte der Erkenntnis verbinden die waagrechte Ausdehnung des Prinzips der Liebe mit der lotrechten Ausrichtung des Prinzips der Ordnung. Das deutlichste Symbol ist das Kreuz, die Verbindung von Horiziontale und Vertikale - die sich im Punkt der (Selbst-)Erkenntnis treffen ...
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Wegkreuze sind Orte der Erkenntnis, denn sie laden uns ein, einen Augenblick der Besinnung zuzulassen. Wir unterbrechen unseren Weg, blicken auf das, was war und das, was noch kommen wird.
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Dieses Kreuz steht auf einem Felsvorsprung am Kochelsee, etwas abseits des Felsenweges. In seinem Schatten sitzend, blickt auf das Wasser des Sees und kann sich ganz seinen Gedanken hingeben.
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Der Blick über den Kochelsee - bis hinüber zum Kloster Schlehdorf. Dieses Kloster steht auf altem heiligen Grund und beherbergt eines der ältesten noch erhaltenen Monumentalkreuze der Christenheit.
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Auf dem Johanneshügel bei Tutzing am Starnberger See begegnen wir, von der Straße aus fast nicht zu sehen, einem Heiligen der Erkenntnis - Johannes Nepomuk, dem sein Schweigen zum Verhängnis wurde. Schweigen, Stille zulassen, Ruhe in sich finden - all das kann der Schlüssel zur Erkenntnis sein.
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Zugleich öffnet sich vor unseren Augen der weite Blick über den See bis zu den Bergen. Der Johanneshügel ist ein so genannter Drumlin - ein langgezogener, tropfenförmiger Hügelzug, eine Hinterlassenschaft des Gletschers aus Urzeiten. Der Weg auf seinem Rücken ist ein Drachenpfad.
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Südlich von Tutzing, im wunderschönen Bernried, steht das Kloster mit der Sankt-Martins-Kirche. Ein zauberhafter Ort, nicht weit vom Ufer des Starnberger Sees entfernt. Hier wirkte bis zu ihrem Lebensende die Selige Herluka, eine Visionärin, deren Blindheit ihr die Augen geöffnet haben ...
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Herluka konnte nach ihrer Heilung von ihrer Blindheit mit dem inneren Auge die Wahrheit sehen - eine wundervolle Metapher für Erkenntnis. Was sie sah, gefiel nicht jedem, und so war sie auch Anfeindungen ausgesetzt. Doch sie blieb sich treu. "Erkenne dich selbst" - das ist nicht immer bequem.
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In Puch bei Fürstenfeldbruck steht neben der Kirche des Heiligen Sebastian die Edigna-Linde. In ihr soll die Heilige Edigna 35 Jahre gelebt haben. Die Linde, ein Baum der Liebe, ist die Herberge für eine weitere Heilige der Erkenntnis. Denn Edigna steht für den Sieg des Geistes über die Materie.
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Edigna sollte einen Mann heiraten, der ihr nicht gefiel. Sie wollte sich einem Leben in Gott hingeben. Daraufhin sog sie sich zurück und in einigen Darstellungen sehen wir, wie sie die Göttin Venus, Amor mit Liebespfeil und die Schlange der Lust mit den Füßen tritt ... der Geist besiegt die niederen Triebe.
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Eine der vielen Koloman-Kapellen steht beim Örtchen Weipartshausen nahe Münsing auf der Ostseite des Starnberger Sees. Dieses Kirchlein ist unter herrlichen Buchen auf einem Hügel platziert. Der Blick nach Süden auf das herrliche Panorama der Berge öffnet den Blick und weitet das Herz: Hier ist ein Ort, an dem die Gedanken in uns Anker setzen können und wir unseren Geist mit Licht anfüllen können.
orte der erkenntnis 012
Nicht weit von St. Koloman, versteckt im Wald und umringt von keltischen Hügelgräbern, liegt der Schwarze Weiher. Nach dem Lichterlebnis auf dem Hügel die beste Ergänzung, seinen Geist der polaren Energie der Dunkelheit auszusetzen. Licht und Schatten - beides ist nötig, um Erkenntnis zu gewinnen.
orte der erkenntnis 013
Auf dem Drachenpfad südlich von Andechs, auf einer Anhöhe entlang des Ammersees Richtung Pähl, entdecken wir die Hardtkapelle. Ungeachtet ihres gruseligen Rufes - hier soll einst der Pfarrer von Pähl ermordet worden sein, woraufhin sein Bruder die Marienkapelle stiftete - ein wundersamer, stiller Ort der Einkehr, der zur Meditation einlädt.
orte der erkenntnis 014
Hier gilt: Der Weg ist das Ziel. Wenn wir uns der Hardtkapelle nähern, öffnet sich immer wieder der Blick auf den Ammersee und die Berge ... ein Einweihungsweg.
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Auf dem Kirnberg bei Antdorf, in der Nähe von Murnau gelegen, finden wir eine kleine Kapelle. Der Platz insgesamt ist ein Ort der Erkenntnis, denn dieser aus der Landschaft herausragende Hügel erinnert an ein Schiff, das durch die Wogen der Zeit gleitet ... ein herrlicher Ort, um sich seiner Gedanken hinzugeben - und negative Gedanken über Bord zu werfen.
orte der erkenntnis 016
Viele Orte der Erkenntnis sind von Menschenhand geprägt. Eine Ausnahme sind die Schleierfälle der Ammer. Das Rauschen des Wassers schafft eine Atmosphäre, die die Aufmerksamkeit ganz von selbst nach innen lenkt. Hier meditiert es sich ganz leicht angesichts dieses Wunderwerkes der Natur.