Am Lough Gur

Am Lough Gur - Foto: Christopher Weidner

Am nordwestlichen Rand Europas finden wir eine einzigartige mythologischen Landschaft: Irland, die smaragdene Insel. Zwischen sanften Hügeln und steilen Klippen werden wir in eine Zeit zurückversetzt, in der die Menschen noch an die beseelte Natur glaubten und ihre Götter in Steinen, Bäumen und an geheimnisvollen Kraftplätzen verehrten. Stille Seen, verzauberte Wälder, magische Steinkreise und verwunschene Klöster werden für uns zum Tor in die „Anderswelt“.

Anderswelt – so nannten die Kelten jene mystische Dimension neben unserer alltäglichen Wirklichkeit nannten. Hier lebt das „Gute Volk“, die Wesen der Natur, die in der Sagenwelt die Gestalt von Elfen, Feen und Kobolden angenommen haben. Begegnen Sie dem scheuen Leprachaun, der unheimlichen Banshee und den unzähligen anderen Geistern der Insel. Erfahren Sie etwas über die vorzeitlichen Götter der Insel ebenso wie über die frühchristlichen Heiligen im Übergang zwischen Heidentum und Christentum. Erleben Sie Land und Leute in einem modernen Irland, in dem die Wirklichkeit hinter der Wirklichkeit eine Selbstverständlichkeit ist. Unsere Ausflüge führen uns in Landstriche, in der die Gegenwart der Anderswelt so deutlich wie nirgendwo sonst zu spüren ist. Nicht nur die Schönheit der Grünen Insel wird Sie faszinieren, sondern in Geschichte und Geschichten wird eine magische Welt vor Ihren Augen entstehen, die Ihre Seele berührt.

Tag 1 – Dublin

Ankunft der Gruppe am Flughafen Dublin. Wir besuchen das Trinity College im Herzen von Dublin und bestaunen das berühmte Book of Kells, ein frühchristliches Manuskript der vier Evangelien, das oft auch wegen seiner außerordentlich fein gearbeiteten Ornamente als schönstes Buch der Welt bezeichnet wird. Die Symbolik der Muster aus ineinander verschlungenen Tieren, Menschen und Pflanzen, aus Spiralen und Flechtwerk erzählen eine ganz eigene Sprache und sind unser erster Einstieg in die faszinierende Welt der Kelten. Wir werden ihnen auf unserer Reise noch öfters begegnen.

Tag 2 – Kildare und Glendalough

Glendalough

Glendalough - Foto: Christopher Weidner

Irlands Heilige besitzen eine ganz besondere Faszination. In den Legenden, die sich um sie ranken, entdecken wir uralte keltische Mythologie und nicht selten tragen sie noch deutlich die Spuren altirischer Gottheiten. Zwei dieser Heilige werden wir heute besuchen: die Heilige Brigid in Kildare, deren ewiges Feuer von den Hüterinnen der Solas Bhride noch heute bewahrt wird, und den Heiligen Kevin in Glendalough. Wie besichtigen die St. Brigid’s Kathedrale in Kildare mit dem Feuertempel und dem zweitgrößten Rundturm Irlands, einer der wenigen, die heute noch bestiegen werden können. Ein Abstecher führt uns zur Heiligen Quelle der Brigid. Weiter geht es nach Glendalough in den Bergen von Wicklow. Glendalough heißt „Tal mit den zwei Seen“ und dort liegt inmitten herrlichster Natur das Kloster des Heiligen Kevin, einem der bedeutendsten Zentren des christlichen Glaubens. Neben einer Besichtigung der Klosteranlage spazieren wir zu Kraftplätzen ganz in der Nähe.

Tag 3 – Kilkenny

Auf unserem Weg nach Kilkenny besichtigen wir den legendären Steinkreis bei Athgreany und das mächtige Dolmengrab von Browne’s Hill, der mit über 100 Tonnen den wohl schwersten Deckstein der europäischen Megalithen besitzt. Steinkreise und Dolmen galten schon immer als besonders wirksame Kraftorte. In der irischen Sagenwelt werden sie auch als Pforten zur Anderswelt beschrieben.
In Kilkenny besteht die Möglichkeit das Kilkenny Castle zu besichtigen. Das Schloss war schon seit dem 12. Jahrhundert der Familiensitz der Butlers, eine der einflussreichsten Familien Irlands. Im 18. Jahrhundert wurde es komplett neu im viktorianischen Stil gestaltet. Nach der Besichtigung gibt es die Gelegenheit, sich im Kilkenny Design Centre umzuschauen, wo irisches Kunsthandwerk in den ehemaligen Ställen des Schlosses angeboten wird.

Tag 4 – Rock of Cashel und Killarney

Auf Skellig Michael

Auf Skellig Michael - Foto: Christopher Weidner

Wir verlassen Kilkenny und fahren nach Cashel. In Cashel besichtigen wir eines der wichtigsten Nationaldenkmäler Irlands, den berühmten Rock of Cashel, ein einzigartiges Monument der irischen Geschichte. Einst war auf diesem gewaltigen Felsen der herrschaftliche Sitz keltischer Könige, später ein wichtiges Kirchenzentrum. Heute wird er oft die Akropolis Irlands genannt. Majestätisch ragen die alten Kirchengemäuer von dem Felsbrocken in den Himmel.
Auf der Fahrt nach Killarney besichtigen wir einen weiteren Steinkreis, der größte im Südwesten der Insel bestehend aus fünfzehn schweren Felsblöcken. Das Besondere: seine ovale Form und das Dolmengrab in seiner Mitte.
In Killarney selbst besichtigen wir das Muckross House, eine wunderschöne Viktorianische Villa und eins der führenden Herrenhäuser Irlands. Seine wunderschönen Gärten sind weltberühmt für ihre Schönheit und insbesondere für ihre Azaleen und Rhododendronbüsche, einen ausgedehnten Wassergarten und einen aus natürlichem Kalkstein geschaffenen Steingarten.
Wir wandern um den kleinen See in der Nähe des Hauses und besuchen einen geheimnisvollen Wald aus uralten Eiben, einem der heiligsten Bäume Europas. In dieser magischen Atmosphäre wird zwischen knorrigen Ästen und Moos überwucherten Steinen die Welt der Feen und Kobolde lebendig.

Tag 5 – Ring of Kerry

Ringfort

Ringfort - Foto: Christopher Weidner

Die landschaftliche Pracht auf dieser Rundreise um die Iveragh-Halbinsel ist eine der ältesten touristischen Attraktionen Irlands. Wir genießen jedoch nicht die atemberaubende Schönheit der Gegend, sondern tauchen zugleich ein die faszinierende Welt der zahlreichen Kraftplätze, die hier zu finden sind. Insbesondere drei Ringforts werden unsere Aufmerksamkeit anziehen: das bekannte Staigue Fort und die beiden kleineren von Cahergal und Leacanbuile. Diese alten keltischen Schutzburgen, Dun genannt, sind nicht nur historisch interessant ebenso geheimnisvoll wie sagenumwittert. Hier, so erzählt man sich, können wir noch Elfen und Geistern begegnen – ein Hinweis, dass wir es hier mit bedeutenden Kraftorten zu tun haben.
Highlight des Tages ist der Ausflug in das Land der Seligen hinter dem Horizont: die Bootsfahrt zu den Skellig Inseln (wetterabhängig). Schon die Überfahrt zu den Inseln ist ein Erlebnis. Dann steigen wir die 600 Stufen hinauf zu dem Kloster von Micheal Skellig, eine Ansammlung von Bienenkorbhütten auf dem höchsten Punkt der Felseninsel. Dort lebte im frühen Mittelalter eine Handvoll Mönche.
Inseln sind in der keltischen Tradition die Wohnstätten der verstorbenen Seelen und besonders heilige Orte.

Tag 6 – Dingle-Halbinsel

Gallarus

Gallarus - Foto: Christopher Weidner

Heute geht es um die Dingle-Halbinsel, die für ihre Küstenstrasse mit herrlichen Aussichten über den Atlantischen Ozean bekannt ist. Ihre vorgeschichtlichen und frühchristlichen Denkmäler, die kleinen Gälisch sprechenden Dorfer und kilometerlangen Fuchsienhecken bieten eine abwechslungsreiche Tour. Hier sollen die Tuatha de Danann, die Götter der Iren, an Land gegangen sein. Wir nehmen uns Zeit, den Legenden und Sagen der keltischen Mythologie in Gegenwart dieser atemberaubenden Natur nachzuspüren.
Unser Ziel ist das berühmte Gallarus Oratory. Es handelt sich dabei um ein bootförmiges Gebetshaus, das am besten erhaltene in Trockenmauertechnik errichtete Kraggewölbebau der Insel. Doch nicht nur das: die mystische Atmosphäre dieses Platzes lässt uns erahnen, wie hier Menschen die spirituelle Begegnung mit Gott und der Natur suchten.

Tag 7 – Lough Gur

Am Lough Gur

Am Lough Gur - Foto: Christopher Weidner

Einen der heiligsten Plätze Irlands besuchen wir an diesem Tag: den rätselhaften Lough Gur. Im dortigen Heritage Centre wird die Geschichte der frühgeschichtlichen Siedler in Irland erzählt, die in diesem friedlichen Tal gelebt und Landwirtschaft betrieben haben. Mit der Zeit wurde der See, der das tägliche Leben der Siedler bestimmte und in dem sie auch künstliche Inseln anlegten, zu einem heiligen See und man brachte den See-Göttern und der Großen Mutter wertvolle Opfergaben. Die Umgebung ist voll prähistorischer Höhepunkte, einer davon ist der große Steinkreis von Grange, der besonders eindrucksvoll von den astronomischen Fähigkeiten seiner steinzeitlichen Erbauer Zeugnis ablegt. Daneben können wir der Kraft, die von dieser ganzen Gegend ausgeht, auf einem Hügel in einem verfallenen Dun hoch über dem See nachspüren.
Schließlich erreichen wir einen weiteren Höhepunkt unserer Reise: die spektakulären Klippen von Moher, die mit bis zu 214 Metern zu den höchsten Steilkippen Europas gehören. Dort nehmen wir uns Zeit, die imposante Kulisse zu genießen.

Tag 8 – The Burren

Poulnabrowne Dolmen

Poulnabrowne Dolmen - Foto: Christopher Weidner

An diesem Tag betreten wir eine der bizarrsten Landschaften, die diese Insel zu bieten hat: The Burren, eine Karstwüste, durchzogen von Felsenklüften und silbergrauen Gesteinsformatioen – eine wahre Mondlandschaft. Unheimliche Wesen sollen hier hausen und jeder Einheimische betritt dieses Gebiet nur mit größter Ehrfurcht und Vorsicht vor dem „Kleinen Volk“, wie die Feenwesen genannt werden. Wir spüren dieser Magie an so bedeutenden prähistorischen Stätten nach wie dem berühmten Poulnabrowne Dolmen oder einem versteckt gelegenen Steinfort.
Den Abend lassen wir in der lebendigen Atmosphäre von Galway ausklingen.

Tag 9 – Connemara

Maam Éan

Maam Éan - Foto: Christopher Weidner

Unsere Reise führt uns in das wilde Connemara mit seinen dramatischen Bergen und einsam gelegenen Seen. Dort wandern wir ein Stück auf den Spuren des Heiligen Patrick und besuchen die Heilige Quelle von Maam Éan. Dieser Weg führt uns an stillen Mooren vorbei in einen uralten Pass zwischen den Flanken hochaufragender Berge. Dort, wo sich die Kapelle des Heiligen Patrick befindet, finden wir einen starken Kraftort.

Tag 10 – Clonmacnoise

Auf dem Weg zurück an unseren Ausgangsort in Dublin halten wir für einen Besuch in Clonmacnoise, einer frühchristlichen Stätte, die im 6. Jahrhundert von St. Ciaran an den Ufern des heiligen Flusses Shannon gegründet wurde. Besucher finden dort die Ruinen einer Kathedrale, acht Kirchen aus dem 10. bis 13. Jahrhundert, zwei Rundtürme, drei Hochkreuze und eine große Ansammlung frühchristlicher Grabplatten. Die ursprünglichen Hochkreuze und Grabplatten sind im Besucherzentrum zu sehen. Am Abend gibt es in Dublin Zeit zur freien Verfügung.

Tag 11 – Tara und Newgrange

Connemara

Connemara - Foto: Christopher Weidner

Im Boyne Valley, auch Brú na Bóinne genannt, Wohnstätte der Göttin Bóinn, befindet sich eines der wichtigsten mythologischen Monumente Irlands: der Hügel von Tara, der sagenhafte Sitz der irischen Hochkönige. Teil der Anlage ist unter Anderem der  Krönungsstein Lia Fáil, auch Schicksalsstein genannt, der der Legende nach schrie, wenn ein wahrer König sich auf ihn setzte.
Das gewaltige Hügelgrab von Newgrange ist ein weiterer Höhepunkt, ein besonders imposantes Ganggrab, das im 20. Jahrhundert aufwändig restauriert wurde. Dieses Bauwerk ist ein Zeugnis für die großartigen Fertigkeiten der frühesten Architekten Irlands, denn es ist exakt nach astronomischen Daten ausgerichtet: An etwa 13 Tagen eines jeden Jahres dringt um die Wintersonnenwende bei Sonnenaufgang ein Lichtstrahl durch eine Öffnung über dem Eingang in den Gang und die Kammer.

Mehr Informationen zur Organisation

Reiseleitung: Christopher A. Weidner
Reisetermin: 20.05. – 30.05.2009
Mehr Informationen zum Download (PDF): Irland – eine Reise in die Anderswelt

Die gesamte Reise wird vom Spezialisten für Mystische Reisen organisiert: Kopp und Spangler. Wenn Sie sich für weitere Details der Reise interessieren, besuchen Sie bitte die Seite www.kopp-spangler.de oder fordern Sie jetzt gleich den aktuellen Katalog an:

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