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	<title>Mystische Orte &#187; Anderswelt</title>
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	<description>von Christopher A. Weidner</description>
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		<title>H&#252;gelgr&#228;ber bei M&#252;nsing</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 11:14:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CAW</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Gegend um den Starnberger See ist reich gesegnet mit vor- und fr&#252;hgeschichtlichen Denkm&#228;lern, denn schon fr&#252;h haben sich Menschen von dieser wunderbaren Landschaft angezogen gef&#252;hlt. W&#228;hrend das Westufer mit seinen prominenten Villen und begehrten Ausflugszielen wie Possenhofen, Tutzing und Bernried gl&#228;nzt, sind die St&#228;tten des Ostufers eher unbekannt geblieben, obgleich sie nicht minder eindrucksvoll [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_387" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-387" title="Bei M&#252;nsing - Land der Kelten" src="http://mystische-orte.de/wp-content/uploads/2009/10/IMG_0079-300x200.jpg" alt="Bei M&#252;nsing - Land der Kelten" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Bei M&#252;nsing - Land der Kelten</p></div>
<p>Die Gegend um den Starnberger See ist reich gesegnet mit vor- und fr&#252;hgeschichtlichen Denkm&#228;lern, denn schon fr&#252;h haben sich Menschen von dieser wunderbaren Landschaft angezogen gef&#252;hlt. W&#228;hrend das Westufer mit seinen prominenten Villen und begehrten Ausflugszielen wie Possenhofen, Tutzing und Bernried gl&#228;nzt, sind die St&#228;tten des Ostufers eher unbekannt geblieben, obgleich sie nicht minder eindrucksvoll sind und von der bewegten Vergangenheit des F&#252;nf-Seen-Landes erz&#228;hlen.<span id="more-386"></span></p>
<p>Eine meiner liebsten Strecken ist der ca. 18 Kilometer lange Rundweg von Wolfratshausen aus &#252;ber M&#252;nsing nach Weipartshausen und zur&#252;ck, denn dort begegnen wir auf Schritt und Tritt den Zeigen einer l&#228;ngst vergessenen Zeit, in der die Kelten das Land besiedelten und uns ihre heiligen Orte hinterlie&#223;en, St&#228;tten der Totenverehrung, wie sie heute in den dichten W&#228;ldern zu finden sind:<br />
H&#252;gelgr&#228;berfelder aus der Hallstattzeit. Die Hallstattzeit markiert den Beginn der keltischen &#196;ra und ist die erste Periode der so genannten Eisenzeit (800 &#8211; 15 v.Chr.), in der das harte und leichter zu beschaffende Material langsam aber sicher die Bronze als Alltagswerkstoff abl&#246;ste. Zugleich wird nach einer Phase der Urnenbestattung die Sitte des Grabh&#252;gels wieder lebendig, wie sie schon Jahrhunderte zuvor in der Bronzezeit gang und g&#228;be war. Es ist bemerkenswert, dass die keltische Bev&#246;lkerung vielfach die gleichen Standorte f&#252;r ihre Totenst&#228;tten w&#228;hlte, wie schon ihre Vorfahren der Bronzezeit, sodass sich in die Grabh&#252;gelfelder immer wieder solche dieser noch weiter zur&#252;ck liegenden Epoche mischen, wenngleich sie damals kleiner und weniger luxuri&#246;s ausgestattet waren. Diese Kontinuit&#228;t zeigt, dass die Menschen sich der Kraft der Orte, an denen sie ihre Verstorbenen zu Grabe trugen, wohl bewusst gewesen sind.</p>
<div id="attachment_388" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-388" title="H&#252;gelgrab der Hallstattzeit" src="http://mystische-orte.de/wp-content/uploads/2009/10/IMG_0141-300x200.jpg" alt="H&#252;gelgrab" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">H&#252;gelgrab der Hallstattzeit</p></div>
<p>Noch heute strahlen die H&#252;gelgr&#228;berfelder, von denen einige bis zu 70 Grabh&#252;gel aufweisen, eine besondere Magie aus. Oft liegen sie in W&#228;ldern verborgen, wo sie die Zeiten &#252;berdauerten und vielleicht &#252;ber die Jahrhunderte als geheimnisvolle Relikte einer archaischen Vergangenheit respektiert wurden, denn erstaunlicherweise blieben sie in ihrer Lage bis heute unangetastet, obgleich sie auf durchaus fruchtbaren Land liegen, welches eher zur Bewirtschaftung einl&#228;dt, denn zur Bewahrung von Traditionen, deren Sinn sich im Nebel der fernen Vergangenheit verloren haben mag. Doch wer heute beispielsweise das weitl&#228;ufige Grabh&#252;gelfeld nordwestlich von Weipertshausen besucht, wird merken, dass die Kraft dieser Begr&#228;bnisst&#228;tte sich nie verloren hat und auch in den Herzen uns Heutiger Ehrfurcht entfachen muss. Es ist heiliger Boden, den wir betreten.</p>
<div id="attachment_391" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-391 " title="H&#252;gelgrab der Hallstattzeit" src="http://mystische-orte.de/wp-content/uploads/2009/10/IMG_0129-300x200.jpg" alt="H&#252;gelgrab der Hallstattzeit" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">H&#252;gelgrab der Hallstattzeit</p></div>
<p>Zu jeder Nekropole gibt es eine Siedlung, im Falle der H&#252;gelgr&#228;ber am &#8220;Kohlmannsfeld&#8221; und in der Nachbarschaft zum Schwarzen Weiher d&#252;rfte es die Siedlung gewesen sein, dort wo sich heute der idyllische Ort Weipertshausen befindet mit seinen wunderbaren herrlich verzierten H&#246;fen. Nordwestlich von Weipertshausen thront die Kapelle St. Koloman, ein nachgotischer Bau von 1608, auf einem Mor&#228;nenh&#252;gel &#8211; ein bezaubernder Ort an sich! Wer den H&#252;gel erklimmt und dort unter urzeitlich anmutenden Buchen und Linden einen Platz sucht, um den Blick weit &#252;ber das &#8220;blaue Land&#8221; streifen zu lassen bis hin zur leuchtenden Kette der Alpen, dem wird etwas von der Erhabenheit zuteil, den dieser lichte Kraftort ausstrahlt. Es empfiehlt sich vor dem Gr&#228;bergang diesen paradiesischen Ort aufzusuchen und hier innere Einkehr zu halten, denn die Himmelskr&#228;fte, die uns hier umfangen, bereiten uns auf den Abstieg in das Reich der Toten trefflich vor. Der H&#252;gel von St. Koloman ist besonderer Ort und es w&#252;rde nicht verwundern, wenn hier schon in vorchristlicher Zeit eine Kultst&#228;tte bestand.</p>
<div id="attachment_389" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-389" title="Kapelle St. Koloman bei Weipertshausen" src="http://mystische-orte.de/wp-content/uploads/2009/10/IMG_0094-300x200.jpg" alt="Kapelle St. Koloman bei Weipertshausen" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Kapelle St. Koloman bei Weipertshausen</p></div>
<p>Der Heilige Koloman soll ein irischer K&#246;nigssohn im 11. Jahrhundert gewesen sein, der auf seiner Pilgerfahrt ins Heilige Land in &#214;sterreich zum Tode verurteilt war, weil man ihn f&#252;r einen b&#246;hmischen Spion hielt. Als sein Leiche jedoch nicht verweste und sich zahlreiche Wunder an seinem Grab zeigten, wurde er schlie&#223;lich in den Stand eines Heiligen erhoben. Ausf&#252;hrlich nachzulesen ist die Geschichte hier: <a href="http://www.sagen.at/texte/sagen/oesterreich/niederoesterreich/weinviertel/kolomann.html" target="_blank">Die Legende vom Heiligen Koloman</a>.</p>
<p>Von der H&#246;he der Kapelle steigen wir herunter in den weiter nordwestlich gelegenen Wald, wo wir schon bald ein Bachbett queren und auf den ersten Grabh&#252;gel sto&#223;en. Wenn wir unser Schritte weiter nordw&#228;rts wenden, tauchen immer mehr Grabh&#252;gel zwischen den B&#228;umen auf, zum Teil von enormen Ausma&#223;en mit sch&#228;tzungsweise bis zu drei Metern H&#246;he. Das Gr&#228;berfeld erstreckt sich bis zum Weihergraben und weiter. Auff&#228;llig ist auch, dass w&#228;hrend sich ringsum der Fichtenwald etablierte, auf den Gr&#228;bern selbst Buchen und andere B&#228;ume erhalten haben. Es ist ein Ort der Stille, aber auch ein unheimlicher Ort, der nicht lange zum Verweilen einl&#228;dt. Wir sind eindeutig Besucher, nicht zwingend G&#228;ste. Selbst bei helllichtem Tag umgibt die Gr&#228;ber etwas Dunkles, Geheimnisvolles und ich f&#252;hle mich an die keltischen Sagen erinnert, nach denen solche H&#252;gel zu gewissen Zeiten den  Eingang in die Andere Welt, die Anderswelt, das Jenseits der Kelten frei geben. Es ist Oktober und Samhain, die Nacht vom 31.10. auf den 1.11. ist nahe, eine Nacht, in der alter keltischer Tradition nach die Grenze zwischen dem Reich der Lebenden und der Toten verschwimmt.</p>
<div id="attachment_390" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-390 " title="Der Schwarze Weiher" src="http://mystische-orte.de/wp-content/uploads/2009/10/IMG_0105-300x200.jpg" alt="Der Schwarze Weiher" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Der Schwarze Weiher</p></div>
<p>Etwas weiter &#246;stlich erreichen wir den Schwarzen Weiher, vielleicht so genannt, weil er als Moorsee immer dunkles Wasser f&#252;hrt, vielleicht aber auch, weil auch ihn jene D&#252;sternis umgibt, selbst wenn sich der Himmel hell strahlend und wei&#223;-blau zwischen den Wipfeln der B&#228;ume zeigt, die das stille Gew&#228;sser umgeben. Bl&#228;tter segeln auf den schwarzen Spiegel des Wassers und zeichnen Kreise darauf, doch wirklich Leben hauchen sie der Szene damit nicht ein. Die Melancholie dieses Ortes passt gut zur benachbarten Totenstadt und wie von selbst kreisen die Gedanken um das Mysterium von Leben und Tod.</p>
<p>Wir wenden unsere Schritte weiter nach Osten, hinaus aus dem Wald und auf zur&#252;ck auf die hellen Fluren. Es ist ein eigenartiges Gef&#252;hl, denn das Helle und das Dunkle ist unserer Seele begegnet und hat in uns Licht und Schatten hinterlassen. Die Kelten waren dem Geheimnis des Werdens und Vergehens immer schon nahe. F&#252;r sie war die Anderswelt nur eine andere Form des Lebens, in der es rauschende Feste und k&#246;stliche Gelage geben w&#252;rde. So statteten sie die Gr&#228;ber ihrer Toten mit zahlreichen Gaben aus, allem voran Teller, Trinkgef&#228;&#223;e, T&#246;pfe, damit sie gut ausgestattet an den Feiern teilnehmen k&#246;nnen. Dass sie ihren Toten eigene St&#228;dte errichteten und die H&#252;gel wie Wohnst&#228;tten zu verstehen sind, wirft ein Licht auf das Verst&#228;ndnis von Leben und Tod in diesen vergessenen Zeiten, das so ganz anders ist als das der Moderne. Sterben war ein &#220;bergang in eine andere Form des Lebens und zugleich waren die Verstorbenen, die Ahnen, die Nachbarn der Lebenden.</p>
<p>Vielleicht ist dies die Botschaft, die die Begegnung mit den H&#252;gelgr&#228;bern von Weipartshausen und anderswo f&#252;r uns bereit h&#228;lt.</p>
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		<title>Irland &#8211; eine Reise in die Anderswelt</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Dec 2008 15:54:51 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Am nordwestlichen Rand Europas finden wir eine einzigartige mythologischen Landschaft: Irland, die smaragdene Insel. Zwischen sanften H&#252;geln und steilen Klippen werden wir in eine Zeit zur&#252;ckversetzt, in der die Menschen noch an die beseelte Natur glaubten und ihre G&#246;tter in Steinen, B&#228;umen und an geheimnisvollen Kraftpl&#228;tzen verehrten. Stille Seen, verzauberte W&#228;lder, magische Steinkreise und verwunschene [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_260" class="wp-caption alignleft" style="width: 266px"><img class="size-full wp-image-260" title="lough_gur_01" src="http://mystische-orte.de/wp-content/uploads/2008/12/lough_gur_01.jpg" alt="Am Lough Gur" width="256" height="192" /><p class="wp-caption-text">Am Lough Gur - Foto: Christopher Weidner</p></div>
<p>Am nordwestlichen Rand Europas finden wir eine einzigartige mythologischen Landschaft: Irland, die smaragdene Insel. Zwischen sanften H&#252;geln und steilen Klippen werden wir in eine Zeit zur&#252;ckversetzt, in der die Menschen noch an die beseelte Natur glaubten und ihre G&#246;tter in Steinen, B&#228;umen und an geheimnisvollen Kraftpl&#228;tzen verehrten. Stille Seen, verzauberte W&#228;lder, magische Steinkreise und verwunschene Kl&#246;ster werden f&#252;r uns zum Tor in die „Anderswelt“.<span id="more-255"></span></p>
<p>Anderswelt &#8211; so nannten die Kelten jene mystische Dimension neben unserer allt&#228;glichen Wirklichkeit nannten. Hier lebt das „Gute Volk“, die Wesen der Natur, die in der Sagenwelt die Gestalt von Elfen, Feen und Kobolden angenommen haben. Begegnen Sie dem scheuen Leprachaun, der unheimlichen Banshee und den unz&#228;hligen anderen Geistern der Insel. Erfahren Sie etwas &#252;ber die vorzeitlichen G&#246;tter der Insel ebenso wie &#252;ber die fr&#252;hchristlichen Heiligen im &#220;bergang zwischen Heidentum und Christentum. Erleben Sie Land und Leute in einem modernen Irland, in dem die Wirklichkeit hinter der Wirklichkeit eine Selbstverst&#228;ndlichkeit ist. Unsere Ausfl&#252;ge f&#252;hren uns in Landstriche, in der die Gegenwart der Anderswelt so deutlich wie nirgendwo sonst zu sp&#252;ren ist. Nicht nur die Sch&#246;nheit der Gr&#252;nen Insel wird Sie faszinieren, sondern in Geschichte und Geschichten wird eine magische Welt vor Ihren Augen entstehen, die Ihre Seele ber&#252;hrt.</p>
<h3>Tag 1 – Dublin</h3>
<p>Ankunft der Gruppe am Flughafen Dublin. Wir besuchen das Trinity College im Herzen von Dublin und bestaunen das ber&#252;hmte Book of Kells, ein fr&#252;hchristliches Manuskript der vier Evangelien, das oft auch wegen seiner au&#223;erordentlich fein gearbeiteten Ornamente als sch&#246;nstes Buch der Welt bezeichnet wird. Die Symbolik der Muster aus ineinander verschlungenen Tieren, Menschen und Pflanzen, aus Spiralen und Flechtwerk erz&#228;hlen eine ganz eigene Sprache und sind unser erster Einstieg in die faszinierende Welt der Kelten. Wir werden ihnen auf unserer Reise noch &#246;fters begegnen.</p>
<h3>Tag 2 – Kildare und Glendalough</h3>
<div id="attachment_261" class="wp-caption alignleft" style="width: 266px"><img class="size-full wp-image-261" title="glendalough_01" src="http://mystische-orte.de/wp-content/uploads/2008/12/glendalough_01.jpg" alt="Glendalough" width="256" height="192" /><p class="wp-caption-text">Glendalough - Foto: Christopher Weidner</p></div>
<p>Irlands Heilige besitzen eine ganz besondere Faszination. In den Legenden, die sich um sie ranken, entdecken wir uralte keltische Mythologie und nicht selten tragen sie noch deutlich die Spuren altirischer Gottheiten. Zwei dieser Heilige werden wir heute besuchen: die Heilige Brigid in Kildare, deren ewiges Feuer von den H&#252;terinnen der Solas Bhride noch heute bewahrt wird, und den Heiligen Kevin in Glendalough. Wie besichtigen die St. Brigid&#8217;s Kathedrale in Kildare mit dem Feuertempel und dem zweitgr&#246;&#223;ten Rundturm Irlands, einer der wenigen, die heute noch bestiegen werden k&#246;nnen. Ein Abstecher f&#252;hrt uns zur Heiligen Quelle der Brigid. Weiter geht es nach Glendalough in den Bergen von Wicklow. Glendalough hei&#223;t „Tal mit den zwei Seen“ und dort liegt inmitten herrlichster Natur das Kloster des Heiligen Kevin, einem der bedeutendsten Zentren des christlichen Glaubens. Neben einer Besichtigung der Klosteranlage spazieren wir zu Kraftpl&#228;tzen ganz in der N&#228;he.</p>
<h3>Tag 3 – Kilkenny</h3>
<p>Auf unserem Weg nach Kilkenny besichtigen wir den legend&#228;ren Steinkreis bei Athgreany und das m&#228;chtige Dolmengrab von Browne&#8217;s Hill, der mit &#252;ber 100 Tonnen den wohl schwersten Deckstein der europ&#228;ischen Megalithen besitzt. Steinkreise und Dolmen galten schon immer als besonders wirksame Kraftorte. In der irischen Sagenwelt werden sie auch als Pforten zur Anderswelt beschrieben.<br />
In Kilkenny besteht die M&#246;glichkeit das Kilkenny Castle zu besichtigen. Das Schloss war schon seit dem 12. Jahrhundert der Familiensitz der Butlers, eine der einflussreichsten Familien Irlands. Im 18. Jahrhundert wurde es komplett neu im viktorianischen Stil gestaltet. Nach der Besichtigung gibt es die Gelegenheit, sich im Kilkenny Design Centre umzuschauen, wo irisches Kunsthandwerk in den ehemaligen St&#228;llen des Schlosses angeboten wird.</p>
<h3>Tag 4 – Rock of Cashel und Killarney</h3>
<div id="attachment_263" class="wp-caption alignleft" style="width: 266px"><img class="size-full wp-image-263" title="skellig_01" src="http://mystische-orte.de/wp-content/uploads/2008/12/skellig_01.jpg" alt="Auf Skellig Michael" width="256" height="192" /><p class="wp-caption-text">Auf Skellig Michael - Foto: Christopher Weidner</p></div>
<p>Wir verlassen Kilkenny und fahren nach Cashel. In Cashel besichtigen wir eines der wichtigsten Nationaldenkm&#228;ler Irlands, den ber&#252;hmten Rock of Cashel, ein einzigartiges Monument der irischen Geschichte. Einst war auf diesem gewaltigen Felsen der herrschaftliche Sitz keltischer K&#246;nige, sp&#228;ter ein wichtiges Kirchenzentrum. Heute wird er oft die Akropolis Irlands genannt. Majest&#228;tisch ragen die alten Kirchengem&#228;uer von dem Felsbrocken in den Himmel.<br />
Auf der Fahrt nach Killarney besichtigen wir einen weiteren Steinkreis, der gr&#246;&#223;te im S&#252;dwesten der Insel bestehend aus f&#252;nfzehn schweren Felsbl&#246;cken. Das Besondere: seine ovale Form und das Dolmengrab in seiner Mitte.<br />
In Killarney selbst besichtigen wir das Muckross House, eine wundersch&#246;ne Viktorianische Villa und eins der f&#252;hrenden Herrenh&#228;user Irlands. Seine wundersch&#246;nen G&#228;rten sind weltber&#252;hmt f&#252;r ihre Sch&#246;nheit und insbesondere f&#252;r ihre Azaleen und Rhododendronb&#252;sche, einen ausgedehnten Wassergarten und einen aus nat&#252;rlichem Kalkstein geschaffenen Steingarten.<br />
Wir wandern um den kleinen See in der N&#228;he des Hauses und besuchen einen geheimnisvollen Wald aus uralten Eiben, einem der heiligsten B&#228;ume Europas. In dieser magischen Atmosph&#228;re wird zwischen knorrigen &#196;sten und Moos &#252;berwucherten Steinen die Welt der Feen und Kobolde lebendig.</p>
<h3>Tag 5 – Ring of Kerry</h3>
<div id="attachment_262" class="wp-caption alignright" style="width: 266px"><img class="size-full wp-image-262" title="kerry_01" src="http://mystische-orte.de/wp-content/uploads/2008/12/kerry_01.jpg" alt="Ringfort" width="256" height="192" /><p class="wp-caption-text">Ringfort - Foto: Christopher Weidner</p></div>
<p>Die landschaftliche Pracht auf dieser Rundreise um die Iveragh-Halbinsel ist eine der &#228;ltesten touristischen Attraktionen Irlands. Wir genie&#223;en jedoch nicht die atemberaubende Sch&#246;nheit der Gegend, sondern tauchen zugleich ein die faszinierende Welt der zahlreichen Kraftpl&#228;tze, die hier zu finden sind. Insbesondere drei Ringforts werden unsere Aufmerksamkeit anziehen: das bekannte Staigue Fort und die beiden kleineren von Cahergal und Leacanbuile. Diese alten keltischen Schutzburgen, Dun genannt, sind nicht nur historisch interessant ebenso geheimnisvoll wie sagenumwittert. Hier, so erz&#228;hlt man sich, k&#246;nnen wir noch Elfen und Geistern begegnen – ein Hinweis, dass wir es hier mit bedeutenden Kraftorten zu tun haben.<br />
Highlight des Tages ist der Ausflug in das Land der Seligen hinter dem Horizont: die Bootsfahrt zu den Skellig Inseln (wetterabh&#228;ngig). Schon die &#220;berfahrt zu den Inseln ist ein Erlebnis. Dann steigen wir die 600 Stufen hinauf zu dem Kloster von Micheal Skellig, eine Ansammlung von Bienenkorbh&#252;tten auf dem h&#246;chsten Punkt der Felseninsel. Dort lebte im fr&#252;hen Mittelalter eine Handvoll M&#246;nche.<br />
Inseln sind in der keltischen Tradition die Wohnst&#228;tten der verstorbenen Seelen und besonders heilige Orte.</p>
<h3>Tag 6 – Dingle-Halbinsel</h3>
<div id="attachment_264" class="wp-caption alignleft" style="width: 266px"><img class="size-full wp-image-264" title="dingle_01" src="http://mystische-orte.de/wp-content/uploads/2008/12/dingle_01.jpg" alt="Gallarus" width="256" height="192" /><p class="wp-caption-text">Gallarus - Foto: Christopher Weidner</p></div>
<p>Heute geht es um die Dingle-Halbinsel, die f&#252;r ihre K&#252;stenstrasse mit herrlichen Aussichten &#252;ber den Atlantischen Ozean bekannt ist. Ihre vorgeschichtlichen und fr&#252;hchristlichen Denkm&#228;ler, die kleinen G&#228;lisch sprechenden Dorfer und kilometerlangen Fuchsienhecken bieten eine abwechslungsreiche Tour. Hier sollen die Tuatha de Danann, die G&#246;tter der Iren, an Land gegangen sein. Wir nehmen uns Zeit, den Legenden und Sagen der keltischen Mythologie in Gegenwart dieser atemberaubenden Natur nachzusp&#252;ren.<br />
Unser Ziel ist das ber&#252;hmte Gallarus Oratory. Es handelt sich dabei um ein bootf&#246;rmiges Gebetshaus, das am besten erhaltene in Trockenmauertechnik errichtete Kraggew&#246;lbebau der Insel. Doch nicht nur das: die mystische Atmosph&#228;re dieses Platzes l&#228;sst uns erahnen, wie hier Menschen die spirituelle Begegnung mit Gott und der Natur suchten.</p>
<h3>Tag 7 – Lough Gur</h3>
<div id="attachment_265" class="wp-caption alignright" style="width: 266px"><img class="size-full wp-image-265" title="lough_gur_02" src="http://mystische-orte.de/wp-content/uploads/2008/12/lough_gur_02.jpg" alt="Am Lough Gur" width="256" height="192" /><p class="wp-caption-text">Am Lough Gur - Foto: Christopher Weidner</p></div>
<p>Einen der heiligsten Pl&#228;tze Irlands besuchen wir an diesem Tag: den r&#228;tselhaften Lough Gur. Im dortigen Heritage Centre wird die Geschichte der fr&#252;hgeschichtlichen Siedler in Irland erz&#228;hlt, die in diesem friedlichen Tal gelebt und Landwirtschaft betrieben haben. Mit der Zeit wurde der See, der das t&#228;gliche Leben der Siedler bestimmte und in dem sie auch k&#252;nstliche Inseln anlegten, zu einem heiligen See und man brachte den See-G&#246;ttern und der Gro&#223;en Mutter wertvolle Opfergaben. Die Umgebung ist voll pr&#228;historischer H&#246;hepunkte, einer davon ist der gro&#223;e Steinkreis von Grange, der besonders eindrucksvoll von den astronomischen F&#228;higkeiten seiner steinzeitlichen Erbauer Zeugnis ablegt. Daneben k&#246;nnen wir der Kraft, die von dieser ganzen Gegend ausgeht, auf einem H&#252;gel in einem verfallenen Dun hoch &#252;ber dem See nachsp&#252;ren.<br />
Schlie&#223;lich erreichen wir einen weiteren H&#246;hepunkt unserer Reise: die spektakul&#228;ren Klippen von Moher, die mit bis zu 214 Metern zu den h&#246;chsten Steilkippen Europas geh&#246;ren. Dort nehmen wir uns Zeit, die imposante Kulisse zu genie&#223;en.</p>
<h3>Tag 8 – The Burren</h3>
<div id="attachment_266" class="wp-caption alignleft" style="width: 266px"><img class="size-full wp-image-266" title="burren_01" src="http://mystische-orte.de/wp-content/uploads/2008/12/burren_01.jpg" alt="Poulnabrowne Dolmen" width="256" height="192" /><p class="wp-caption-text">Poulnabrowne Dolmen - Foto: Christopher Weidner</p></div>
<p>An diesem Tag betreten wir eine der bizarrsten Landschaften, die diese Insel zu bieten hat: The Burren, eine Karstw&#252;ste, durchzogen von Felsenkl&#252;ften und silbergrauen Gesteinsformatioen – eine wahre Mondlandschaft. Unheimliche Wesen sollen hier hausen und jeder Einheimische betritt dieses Gebiet nur mit gr&#246;&#223;ter Ehrfurcht und Vorsicht vor dem „Kleinen Volk“, wie die Feenwesen genannt werden. Wir sp&#252;ren dieser Magie an so bedeutenden pr&#228;historischen St&#228;tten nach wie dem ber&#252;hmten Poulnabrowne Dolmen oder einem versteckt gelegenen Steinfort.<br />
Den Abend lassen wir in der lebendigen Atmosph&#228;re von Galway ausklingen.</p>
<h3>Tag 9 – Connemara</h3>
<div id="attachment_267" class="wp-caption alignright" style="width: 266px"><img class="size-full wp-image-267" title="connemara_02" src="http://mystische-orte.de/wp-content/uploads/2008/12/connemara_02.jpg" alt="Maam Éan" width="256" height="192" /><p class="wp-caption-text">Maam Éan - Foto: Christopher Weidner</p></div>
<p>Unsere Reise f&#252;hrt uns in das wilde Connemara mit seinen dramatischen Bergen und einsam gelegenen Seen. Dort wandern wir ein St&#252;ck auf den Spuren des Heiligen Patrick und besuchen die Heilige Quelle von Maam Éan. Dieser Weg f&#252;hrt uns an stillen Mooren vorbei in einen uralten Pass zwischen den Flanken hochaufragender Berge. Dort, wo sich die Kapelle des Heiligen Patrick befindet, finden wir einen starken Kraftort.</p>
<h3>Tag 10 – Clonmacnoise</h3>
<p>Auf dem Weg zur&#252;ck an unseren Ausgangsort in Dublin halten wir f&#252;r einen Besuch in Clonmacnoise, einer fr&#252;hchristlichen St&#228;tte, die im 6. Jahrhundert von St. Ciaran an den Ufern des heiligen Flusses Shannon gegr&#252;ndet wurde. Besucher finden dort die Ruinen einer Kathedrale, acht Kirchen aus dem 10. bis 13. Jahrhundert, zwei Rundt&#252;rme, drei Hochkreuze und eine gro&#223;e Ansammlung fr&#252;hchristlicher Grabplatten. Die urspr&#252;nglichen Hochkreuze und Grabplatten sind im Besucherzentrum zu sehen. Am Abend gibt es in Dublin Zeit zur freien Verf&#252;gung.</p>
<h3>Tag 11 – Tara und Newgrange</h3>
<div id="attachment_268" class="wp-caption alignleft" style="width: 266px"><img class="size-full wp-image-268" title="connemara_01" src="http://mystische-orte.de/wp-content/uploads/2008/12/connemara_01.jpg" alt="Connemara" width="256" height="192" /><p class="wp-caption-text">Connemara - Foto: Christopher Weidner</p></div>
<p>Im Boyne Valley, auch Brú na Bóinne genannt, Wohnst&#228;tte der G&#246;ttin Bóinn, befindet sich eines der wichtigsten mythologischen Monumente Irlands: der H&#252;gel von Tara, der sagenhafte Sitz der irischen Hochk&#246;nige. Teil der Anlage ist unter Anderem der  Kr&#246;nungsstein Lia Fáil, auch Schicksalsstein genannt, der der Legende nach schrie, wenn ein wahrer K&#246;nig sich auf ihn setzte.<br />
Das gewaltige H&#252;gelgrab von Newgrange ist ein weiterer H&#246;hepunkt, ein besonders imposantes Ganggrab, das im 20. Jahrhundert aufw&#228;ndig restauriert wurde. Dieses Bauwerk ist ein Zeugnis f&#252;r die gro&#223;artigen Fertigkeiten der fr&#252;hesten Architekten Irlands, denn es ist exakt nach astronomischen Daten ausgerichtet: An etwa 13 Tagen eines jeden Jahres dringt um die Wintersonnenwende bei Sonnenaufgang ein Lichtstrahl durch eine &#214;ffnung &#252;ber dem Eingang in den Gang und die Kammer.</p>
<h2>Mehr Informationen zur Organisation</h2>
<p><strong>Reiseleitung: Christopher A. Weidner</strong><br />
<strong>Reisetermin: 20.05. &#8211; 30.05.2009</strong><br />
<strong>Mehr Informationen zum Download (PDF): <a href="http://www.mystische-orte.de/materialien/irlandreise_2009.pdf">Irland &#8211; eine Reise in die Anderswelt</a></strong></p>
<p>Die gesamte Reise wird vom Spezialisten f&#252;r Mystische Reisen organisiert: Kopp und Spangler. Wenn Sie sich f&#252;r weitere Details der Reise interessieren, besuchen Sie bitte die Seite <a href="http://www.kopp-spangler.de" target="_blank">www.kopp-spangler.de</a> oder fordern Sie jetzt gleich den aktuellen Katalog an:</p>
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		<title>Der Eibenwald bei Paterzell</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Aug 2008 13:11:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CAW</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Anderswelt]]></category>
		<category><![CDATA[Baum]]></category>
		<category><![CDATA[Eibe]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Trance]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[Irgendwo im Pfaffenwinkel ganz in der N&#228;he des beschaulichen Ortes Paterzell finden wir ein einzigartiges St&#252;ck Natur: einen Wald aus Eiben. Zwischen Buchen, Fichten und Tannen, die ihre Kronen in schwindelerregende H&#246;hen strecken, wachsen &#252;ber 2000 alte Eiben &#8211; so viele wie nirgendwo sonst in Deutschland.
Die Eibe ist ein seltsamer Baum und die &#228;lteste heimische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_223" class="wp-caption alignleft" style="width: 343px"><img class="size-full wp-image-223" title="Im Eibenwald" src="http://mystische-orte.de/wp-content/uploads/2008/08/im_eibenwald.jpg" alt="Foto: Christopher Weidner" width="333" height="222" /><p class="wp-caption-text">Foto: Christopher Weidner</p></div>
<p>Irgendwo im Pfaffenwinkel ganz in der N&#228;he des beschaulichen Ortes Paterzell finden wir ein einzigartiges St&#252;ck Natur: einen Wald aus Eiben. Zwischen Buchen, Fichten und Tannen, die ihre Kronen in schwindelerregende H&#246;hen strecken, wachsen &#252;ber 2000 alte Eiben &#8211; so viele wie nirgendwo sonst in Deutschland.<span id="more-217"></span></p>
<p>Die Eibe ist ein seltsamer Baum und die &#228;lteste heimische Baumart. In Europa gibt es sie schon seit 600.000 Jahren und steht heute unter Naturschutz. Sie ist der einzige heimische Giftbaum und liebt es, im Schatten der anderen B&#228;ume zu gedeihen. Sie braucht kaum Licht und w&#228;chst sehr langsam und nicht sehr hoch (15, manchmal auch bis 18 Meter), doch kann sie daf&#252;r &#228;lter werden als alle &#252;brigen heimischen B&#228;ume.</p>
<div id="attachment_224" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><img class="size-medium wp-image-224" title="Arillus - die Frucht der Eibe" src="http://mystische-orte.de/wp-content/uploads/2008/08/eibenfrucht-200x300.jpg" alt="Foto: Christoher Weidner" width="200" height="300" /><p class="wp-caption-text">Foto: Christopher Weidner</p></div>
<p>Sie ist ein in vieler Hinsicht besonderer und merkw&#252;rdiger Baum, denn sie ist auf der einen Seite ein Nadelgeh&#246;lz, auf der anderen Seite bildet sie keine Samenzapfen wie die Fichte oder die Tanne, sondern als einzige Art rote Beeren, die in Wirklichkeit &#8220;Scheinbeeren&#8221; (Arillus) sind, bei denen das korallrote Fleisch des Fruchtbechers einen Samenkern umh&#252;llt. W&#228;hrend die weiblichen Eiben im Sp&#228;tsommer und Herbst diese Fr&#252;chte tragen, verbreiten die m&#228;nnlichen Eiben aus ihren Bl&#252;ten im Fr&#252;hling einen nebelartigen Staub.</p>
<p>Auff&#228;llig auch die oft gewundene, wulstige, tief gefurchte Gestalt des Stammes, in dessen Formen wir nicht selten eigenartige Wesen und Gesichter zu erkennen glauben. Die Eibe scheint keine Symmetrie zu verfolgen in ihrem Wuchs, sondern immer wieder vereinen sich &#196;ste mit dem Stamm, umwinden diesen, verbinden sich zu einer geschlungenen Ganzen. &#196;ltere B&#228;ume sind hohl und verj&#252;ngen sich, indem sich aus der Krone &#196;ste in den Boden senken und so einen neuen Stamm bilden oder werden von jungem Holz umwallt. Die Eibe scheint sich einem ununterbrochenen Transformationsprozess zu unterwerfen, der es schwer macht ihr wahres Alter zu bestimmen. Ihr Holz hat keine Harzkan&#228;le und eine gelbliche bis tiefrote F&#228;rbung. Besonders an feuchten, regenreichen Tagen leuchtet es unter der abgeschuppten Rinde oft blutrot hervor.</p>
<div id="attachment_225" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img class="size-medium wp-image-225" title="Eibenholz" src="http://mystische-orte.de/wp-content/uploads/2008/08/eibenholz-200x300.jpg" alt="Foto: Christopher Weidner" width="200" height="300" /><p class="wp-caption-text">Foto: Christopher Weidner</p></div>
<p>Ihr sehr haltbares und elastisches Holz wurde der Eibe schon fr&#252;h zum Verh&#228;ngnis. Ihr Name leitet sich von &#8220;iwa&#8221; ab, gleichzeitig das Wort f&#252;r Bogen und Armbrust. Aus diesem Holz schuf man schon seit der Steinzeit besonders langlebige Waffen. Schon das Bogenholz von &#8220;&#214;zti&#8221;, der in den &#214;tztaler Alpen gefundene mumifizierte Leichnam eines Menschen der fr&#252;hen Steinzeit, war aus diesem begehrten Holz gefertigt. Nicht umsonst findet man sie als langsam wachsende Waffenkammern oft geh&#228;uft rings um Burgen. So kam es, dass Eiben in Oberbayern und anderswo aufgrund der gro&#223;en Nachfrage an Kriegs- und Jagdwaffen um 1600 schon weitgehend ausgerottet waren. &#220;berlebt hat sie zumeist in G&#228;rten, auf Friedh&#246;fen und in Parks. Doch selten sind solche Anblicke wie hier bei Paterzell: ein ganzer Wald voller Eiben. Einige dieser Baumahnen sind wohl bis zu 1000 Jahre alt.</p>
<p>Andere wiederum sagen, das althochdeutsche &#8220;iwa&#8221; h&#228;nge mit dem Wort &#8220;ewa&#8221; f&#252;r Ewigkeit zusammen &#8211; die Eibe, der immergr&#252;ne Baum, der den Tod &#252;berwindet &#8211; und bringt.</p>
<blockquote><p>Die Eibe<br />
schl&#228;gt an die Scheibe.<br />
Ein Funkeln<br />
Im Dunkeln<br />
Wie G&#246;tzenzeit, wie Heidentraum<br />
Blickt ins Fenster der Eibenbaum.<br />
(Theodor Fontane)</p></blockquote>
<div id="attachment_226" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><img class="size-medium wp-image-226" title="Eibengespenst" src="http://mystische-orte.de/wp-content/uploads/2008/08/eibengespenst-200x300.jpg" alt="Foto: Christopher Weidner" width="200" height="300" /><p class="wp-caption-text">Foto: Christopher Weidner</p></div>
<p>Von der Giftigkeit der Eibe spricht bereits Julius C&#228;sar. Er berichtet, dass der Eburonenk&#246;nig Catuvolcus sich mit einem Eibentrunk das Leben nahm. Sehr wahrscheinlich hatte der Selbstmord des Keltenf&#252;rsten einen kultischen Hintergrund. Das Gift der Eibe f&#252;hrt zu einem schnellen Herzstillstand, hei&#223;t Taxin und ist st&#228;rker als das des Fingerhuts. Schon eine geringe Dosis der Nadeln kann auf Pferde t&#246;dlich wirken. Auch f&#252;r Menschen ist die Eibe giftig, allerdings m&#252;sste er wenigstens 50 Gramm davon verspeisen. Einzig das rote Fruchtfleisch, welches den ebenfalls giftigen Samenkern umschlie&#223;t, ist ungiftig und schmackhaft. F&#252;r Rehe allerdings ist die Eibe ein wahrer Leckerbissen: Taxin scheint stimulierend auf die Tiere zu wirken, &#228;hnlich wie Tabak auf den Menschen &#8211; ein Problem vor allen Dingen f&#252;r den Nachwuchs der Eiben, der in den &#252;berhegten Rehbest&#228;nden unserer W&#228;lder durch entsprechende Ma&#223;nahmen wie Umz&#228;unungen gesch&#252;tzt werden muss.</p>
<p>Der griechische Arzt Dioskurides (1.Jhdt. n.Chr.) behauptete, wer unter den Eiben Spaniens schliefe, m&#252;sse sterben. Es reiche manchmal schon aus, vom Schatten der Eibe getroffen zu werden um. Hieronymus Bock (1198 &#8211; 1554) warnt in seinem Kr&#228;uterbuch: „<em id="froh515">Jeder der unter einer Eibe einschl&#228;ft ist des Todes.</em>&#8221; Wegen seiner Giftigkeit galt die Eibe auch als der &#8220;verbotene Baum&#8221;.</p>
<blockquote><p>Du starrtest damals schon<br />
So d&#252;ster treu wie heut,<br />
Du, unsrer Liebe Thron<br />
Und W&#228;chter manche Zeit;<br />
Man sagt, dass Schlaf, ein schlimmer,<br />
Dir aus den Nadeln raucht, -<br />
Ach, wacher war ich nimmer,<br />
Als rings von dir umhaucht!</p>
<p>(Annette von Droste-H&#252;lshoff)</p></blockquote>
<div id="attachment_227" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-medium wp-image-227" title="Die Rune Ihwaz" src="http://mystische-orte.de/wp-content/uploads/2008/08/rune_ihwaz.png" alt="Quelle: wikipedia" width="150" height="200" /><p class="wp-caption-text">Quelle: wikipedia</p></div>
<p>Es nimmt kaum Wunder, dass dieser geheimnisvolle Baum mit seiner sonderbaren Gestalt auch ein heiliger Baum ist. Die Germanen und Kelten sahen in ihm einen Baum des Todes und der Ewigkeit, ein Begleiter in die Anderswelt. Sie tr&#228;nkten ihre Pfeilspitzen im giftigen Eibensud. Die Druiden, so hei&#223;t es, bevorzugten f&#252;r ihre Zauberst&#228;be das Holz der Eibe. Wahrscheinlich wurde es unter aufwendigen Ritalen geschnitten, vielleicht bei Mondfinsternissen, wie die Hexen in Shakespearses Macbeth dies tun. Der Zauber der Eibe hatte zudem eine bannende Wirkung gegen alles B&#246;se, gegen Hexen und D&#228;monen: &#8220;Vor Eiben kann kein Zauber bleiben&#8221;. B&#246;sartigen Gnomen konnte man beikommen, indem man Eibenzweige vor deren H&#246;hlen streute. Der Eibe hatte im angels&#228;chsischen Raum eine eigene Rune: &#8220;Ihwaz&#8221;. Diese Zauberrune sollte Krankheit und Unheil abwenden.</p>
<p>Die Eiben s&#228;umen den Scheideweg zwischen Leben und Tod:</p>
<blockquote><p>Est via declivis funesta nubila taxo<br />
ducit ad infernas per muta silentia sedes.</p>
<p>Abw&#228;rts senkt sich der Weg,<br />
von trauernden Eiben umd&#252;stert,<br />
F&#252;hrt er durch Schweigen stumm<br />
zu den unterirdischen Sitzen.</p>
<p>(Ovid, Metamorphosen IV, 432)</p></blockquote>
<div id="attachment_228" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-228" title="Ein Eiben-Ungeheuer" src="http://mystische-orte.de/wp-content/uploads/2008/08/eiben_ungeheuer-300x200.jpg" alt="Foto: Christopher Weidner" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Foto: Christopher Weidner</p></div>
<p>Eine gewaltige Eibe soll auch an den Ufern des Unterweltflusses Kokytus, dem Fluss der Klagen, wachsen. Als Baum der Unterwelt finden wir sie auf vielen Friedh&#246;fen. In der Bretagne hei&#223;t es, dass es auf einem Friedhof jeweils nur einen einzigen Eibenbaum geben d&#252;rfe, weil dieser seine Wurzeln in die M&#252;nder der Toten senke. Andererseits stehen Eiben nicht nur f&#252;r den Tod, sondern auch f&#252;r dessen &#220;berwindung, nicht zuletzt weil sie immergr&#252;n sind. In der irischen Sage von Naoise und Deirdre wachsen aus den Pfl&#246;cken, die in die Leichen der beiden Liebenden geschlagen wurden, zwei Eiben, deren Zweige sich miteinander verbinden und so den Sieg der Liebe &#252;ber den Tod symbolisieren.</p>
<div id="attachment_229" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img class="size-medium wp-image-229" title="Hohle Eibe" src="http://mystische-orte.de/wp-content/uploads/2008/08/hohle_eibe-200x300.jpg" alt="Foto: Christopher Weidner" width="200" height="300" /><p class="wp-caption-text">Foto: Christopher Weidner</p></div>
<p>An dieser Stelle sei auch erw&#228;hnt, dass manche glauben, Yggdrasil, der Weltenbaum der Germanen, sei gar keine Esche, sondern eine Eibe, da diese als immergr&#252;ner Baum viel besser geeignet sei, die neun Welten zu verbinden. Bemerkenswert ist, dass Yggdrasil so viel wie &#8220;das Pferd des Schrecklichen&#8221; bedeutet, wobei der Schreckliche niemand geringerer sein wird als Odin selbst, der h&#246;chste aller G&#246;tter. Wenn damit der Baum selbst gemeint ist, dann k&#246;nnte er auch als ein &#8220;Reisebaum&#8221; betrachtet werden &#8211; ein Baum, auf dessen &#8220;R&#252;cken&#8221; wir in andere Welten reisen k&#246;nnen. Dies k&#246;nnte ein Hinweis auf die psychoaktiven Wirkstoffe der Eibe sein: Besonders an warmem Tagen d&#252;nsten Eiben Pseudoalkaloide aus, so dass viele Menschen schon nach wenigen Minuten eine Mundtrockenheit, Entspannung und W&#228;rme empfinden, eine typische Alkaloidwirkung. Andere berichten &#252;ber Beklommenheit, Kopfschmerzen und Kreislaufst&#246;rungen, die sich nach einem mehrst&#252;ndigen Aufenthalt unter der Eibe einstellen. Auch rauschartige, euphorische Zust&#228;nde bis hin zu Trance k&#246;nnen eintreten.Hielten deshalb die Druiden unter Eiben Rat, weil sie die bewusstseinserweiternde Wirkung dieses Baumes nutzten?</p>
<p>Wie dem auch sei. Alles Wissen um die Mythologie der Eibe reicht nicht aus, um zu beschreiben, was wir erleben, wenn wir uns auf die Kraft des Eibenwaldes einlassen. Bei einem Besuch im Paterzeller Eibenwald, am besten fr&#252;h am Morgen oder in den Abenstunden, mag jeder sich seinen eigenen Eindruck verschaffen. Die Begegnung mit diesen Baumgeistern ist in jeden Fall etwas ganz Besonderes. In ihrem Schatten herrscht eine d&#252;stere Atmosph&#228;re, die Ehrfurcht einfl&#246;&#223;t &#8211; kein Baum, unter dessen sch&#252;tzenden Dach ich ein Picknick machen w&#252;rde. Jeder Baum ist ein Individuum, keine Begegnung gleicht der anderen. Wie Gespenster oder Wesen aus einer anderen Welt strecken sie uns ihre &#196;ste entgegen, manchmal einladend, &#246;fters aber warnend. Wer sich von der Eibe ber&#252;hren l&#228;sst, der muss bereit sein, ihre starke Kraft der Wandlung zuzulassen. Dann aber ist die Eibe wie ein Kanal, der uns vo Altlasten befreien kann &#8211; wenn wir bereit sind, sie wirklich loszulassen, um einen Neubeginn zu wagen. Eiben ver&#228;ndern uns, mehr noch, sie verwandeln uns. Wer dies nicht ertragen will, der sollte sich nicht zu lange ihrem Einfluss aussetzen &#8230;</p>
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