Wehrkirche St. Georg in EffeltrichAm Rande des alten Dorfkernes von Effeltrich, einer Ortschaft am westlichen Ende der Fränkischen Schweiz, erheben sich die eindrucksvollen Mauern der Wehrkirche St. Georg. Sie zählt zu den besterhaltenen Kirchenburgen des Frankenlandes und von der fast viereckigen Anlgae sind noch drei Rundtürme und ein rechteckiger Turm erhalten und recken ihre spitzen Dachhüte in den Himmel – ursprünglich bildete die Kirchenfestung ein Fünfeck. Auch wenn von dem einst die ganze Anlage umgebendem Wehrgang nur noch Teil erhalten sind, hinerlässt ihr Anblick einen tiefen Eindruck: Warum in aller Welt wurde eine Kirche von derart massiven und mächtigen Mauern eingeschlossen – vor wem oder was galt es, sich zu schützen? Lesen Sie weiter »

RamsachkircherlSüdlich von Murnau bei Ramsach wacht die kleine Kirche St. Georg über das Moos. Sie gilt als die älteste Kirche rund um den Staffelsee und wird im Volksmund auch “s’Ähndl” genannt – von “Ahnin” oder “Ahne” – und birgt ein außergewöhnliches Kleinod, das seinesgleichen in Europa sucht: Seit Menschengedenken wird dort eine etwa sechzig Zentimeter hohe, aus Eisenblech geschmiedete Hand-Glocke aufbewahrt, wie sie von den iroschottischen Wandermönchen, die Bayern missionierten, geläutet wurdem. Nachgewiesenermaßen stammt sie aus dem 8. Jahrhundert und ist damit wohl die älteste Glocke Deutschlands.

Glocken riefen die Menschen nicht nur zum Gottesdienst, sondern galten auch als Schutz vor den dunklen Mächten. Die St. Georgs Kirche in Ramsach blickt über das geheimnisvolle Moor, in dem Moorgeister und andere Ungeheuer ihr Unwesen treiben. Der Heilige Georg ist nicht umsonst der Patron dieser Kirche, denn er behütet die Menschen vor den dämonischen Kräften, die zwischen den hohen Gräsern des Sumpfes zu lauern scheinen. Rechts vorne an der Innenwand der Kirche ist sein Bild zu sehen. Lesen Sie weiter »