<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:georss="http://www.georss.org/georss" >

<channel>
	<title>Mystische Orte &#187; Starnberger See</title>
	<atom:link href="http://mystische-orte.de/tag/starnberger-see/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://mystische-orte.de</link>
	<description>von Christopher A. Weidner</description>
	<lastBuildDate>Mon, 12 Oct 2009 11:15:02 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.6</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>H&#252;gelgr&#228;ber bei M&#252;nsing</title>
		<link>http://mystische-orte.de/deutschland/bayern/huegelgraeber-bei-muensing</link>
		<comments>http://mystische-orte.de/deutschland/bayern/huegelgraeber-bei-muensing#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 11:14:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CAW</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Anderswelt]]></category>
		<category><![CDATA[Hügelgrab]]></category>
		<category><![CDATA[Kelten]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Nekropole]]></category>
		<category><![CDATA[St. Koloman]]></category>
		<category><![CDATA[Starnberger See]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mystische-orte.de/?p=386</guid>
		<description><![CDATA[Die Gegend um den Starnberger See ist reich gesegnet mit vor- und fr&#252;hgeschichtlichen Denkm&#228;lern, denn schon fr&#252;h haben sich Menschen von dieser wunderbaren Landschaft angezogen gef&#252;hlt. W&#228;hrend das Westufer mit seinen prominenten Villen und begehrten Ausflugszielen wie Possenhofen, Tutzing und Bernried gl&#228;nzt, sind die St&#228;tten des Ostufers eher unbekannt geblieben, obgleich sie nicht minder eindrucksvoll [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_387" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-387" title="Bei M&#252;nsing - Land der Kelten" src="http://mystische-orte.de/wp-content/uploads/2009/10/IMG_0079-300x200.jpg" alt="Bei M&#252;nsing - Land der Kelten" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Bei M&#252;nsing - Land der Kelten</p></div>
<p>Die Gegend um den Starnberger See ist reich gesegnet mit vor- und fr&#252;hgeschichtlichen Denkm&#228;lern, denn schon fr&#252;h haben sich Menschen von dieser wunderbaren Landschaft angezogen gef&#252;hlt. W&#228;hrend das Westufer mit seinen prominenten Villen und begehrten Ausflugszielen wie Possenhofen, Tutzing und Bernried gl&#228;nzt, sind die St&#228;tten des Ostufers eher unbekannt geblieben, obgleich sie nicht minder eindrucksvoll sind und von der bewegten Vergangenheit des F&#252;nf-Seen-Landes erz&#228;hlen.<span id="more-386"></span></p>
<p>Eine meiner liebsten Strecken ist der ca. 18 Kilometer lange Rundweg von Wolfratshausen aus &#252;ber M&#252;nsing nach Weipartshausen und zur&#252;ck, denn dort begegnen wir auf Schritt und Tritt den Zeigen einer l&#228;ngst vergessenen Zeit, in der die Kelten das Land besiedelten und uns ihre heiligen Orte hinterlie&#223;en, St&#228;tten der Totenverehrung, wie sie heute in den dichten W&#228;ldern zu finden sind:<br />
H&#252;gelgr&#228;berfelder aus der Hallstattzeit. Die Hallstattzeit markiert den Beginn der keltischen &#196;ra und ist die erste Periode der so genannten Eisenzeit (800 &#8211; 15 v.Chr.), in der das harte und leichter zu beschaffende Material langsam aber sicher die Bronze als Alltagswerkstoff abl&#246;ste. Zugleich wird nach einer Phase der Urnenbestattung die Sitte des Grabh&#252;gels wieder lebendig, wie sie schon Jahrhunderte zuvor in der Bronzezeit gang und g&#228;be war. Es ist bemerkenswert, dass die keltische Bev&#246;lkerung vielfach die gleichen Standorte f&#252;r ihre Totenst&#228;tten w&#228;hlte, wie schon ihre Vorfahren der Bronzezeit, sodass sich in die Grabh&#252;gelfelder immer wieder solche dieser noch weiter zur&#252;ck liegenden Epoche mischen, wenngleich sie damals kleiner und weniger luxuri&#246;s ausgestattet waren. Diese Kontinuit&#228;t zeigt, dass die Menschen sich der Kraft der Orte, an denen sie ihre Verstorbenen zu Grabe trugen, wohl bewusst gewesen sind.</p>
<div id="attachment_388" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-388" title="H&#252;gelgrab der Hallstattzeit" src="http://mystische-orte.de/wp-content/uploads/2009/10/IMG_0141-300x200.jpg" alt="H&#252;gelgrab" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">H&#252;gelgrab der Hallstattzeit</p></div>
<p>Noch heute strahlen die H&#252;gelgr&#228;berfelder, von denen einige bis zu 70 Grabh&#252;gel aufweisen, eine besondere Magie aus. Oft liegen sie in W&#228;ldern verborgen, wo sie die Zeiten &#252;berdauerten und vielleicht &#252;ber die Jahrhunderte als geheimnisvolle Relikte einer archaischen Vergangenheit respektiert wurden, denn erstaunlicherweise blieben sie in ihrer Lage bis heute unangetastet, obgleich sie auf durchaus fruchtbaren Land liegen, welches eher zur Bewirtschaftung einl&#228;dt, denn zur Bewahrung von Traditionen, deren Sinn sich im Nebel der fernen Vergangenheit verloren haben mag. Doch wer heute beispielsweise das weitl&#228;ufige Grabh&#252;gelfeld nordwestlich von Weipertshausen besucht, wird merken, dass die Kraft dieser Begr&#228;bnisst&#228;tte sich nie verloren hat und auch in den Herzen uns Heutiger Ehrfurcht entfachen muss. Es ist heiliger Boden, den wir betreten.</p>
<div id="attachment_391" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-391 " title="H&#252;gelgrab der Hallstattzeit" src="http://mystische-orte.de/wp-content/uploads/2009/10/IMG_0129-300x200.jpg" alt="H&#252;gelgrab der Hallstattzeit" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">H&#252;gelgrab der Hallstattzeit</p></div>
<p>Zu jeder Nekropole gibt es eine Siedlung, im Falle der H&#252;gelgr&#228;ber am &#8220;Kohlmannsfeld&#8221; und in der Nachbarschaft zum Schwarzen Weiher d&#252;rfte es die Siedlung gewesen sein, dort wo sich heute der idyllische Ort Weipertshausen befindet mit seinen wunderbaren herrlich verzierten H&#246;fen. Nordwestlich von Weipertshausen thront die Kapelle St. Koloman, ein nachgotischer Bau von 1608, auf einem Mor&#228;nenh&#252;gel &#8211; ein bezaubernder Ort an sich! Wer den H&#252;gel erklimmt und dort unter urzeitlich anmutenden Buchen und Linden einen Platz sucht, um den Blick weit &#252;ber das &#8220;blaue Land&#8221; streifen zu lassen bis hin zur leuchtenden Kette der Alpen, dem wird etwas von der Erhabenheit zuteil, den dieser lichte Kraftort ausstrahlt. Es empfiehlt sich vor dem Gr&#228;bergang diesen paradiesischen Ort aufzusuchen und hier innere Einkehr zu halten, denn die Himmelskr&#228;fte, die uns hier umfangen, bereiten uns auf den Abstieg in das Reich der Toten trefflich vor. Der H&#252;gel von St. Koloman ist besonderer Ort und es w&#252;rde nicht verwundern, wenn hier schon in vorchristlicher Zeit eine Kultst&#228;tte bestand.</p>
<div id="attachment_389" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-389" title="Kapelle St. Koloman bei Weipertshausen" src="http://mystische-orte.de/wp-content/uploads/2009/10/IMG_0094-300x200.jpg" alt="Kapelle St. Koloman bei Weipertshausen" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Kapelle St. Koloman bei Weipertshausen</p></div>
<p>Der Heilige Koloman soll ein irischer K&#246;nigssohn im 11. Jahrhundert gewesen sein, der auf seiner Pilgerfahrt ins Heilige Land in &#214;sterreich zum Tode verurteilt war, weil man ihn f&#252;r einen b&#246;hmischen Spion hielt. Als sein Leiche jedoch nicht verweste und sich zahlreiche Wunder an seinem Grab zeigten, wurde er schlie&#223;lich in den Stand eines Heiligen erhoben. Ausf&#252;hrlich nachzulesen ist die Geschichte hier: <a href="http://www.sagen.at/texte/sagen/oesterreich/niederoesterreich/weinviertel/kolomann.html" target="_blank">Die Legende vom Heiligen Koloman</a>.</p>
<p>Von der H&#246;he der Kapelle steigen wir herunter in den weiter nordwestlich gelegenen Wald, wo wir schon bald ein Bachbett queren und auf den ersten Grabh&#252;gel sto&#223;en. Wenn wir unser Schritte weiter nordw&#228;rts wenden, tauchen immer mehr Grabh&#252;gel zwischen den B&#228;umen auf, zum Teil von enormen Ausma&#223;en mit sch&#228;tzungsweise bis zu drei Metern H&#246;he. Das Gr&#228;berfeld erstreckt sich bis zum Weihergraben und weiter. Auff&#228;llig ist auch, dass w&#228;hrend sich ringsum der Fichtenwald etablierte, auf den Gr&#228;bern selbst Buchen und andere B&#228;ume erhalten haben. Es ist ein Ort der Stille, aber auch ein unheimlicher Ort, der nicht lange zum Verweilen einl&#228;dt. Wir sind eindeutig Besucher, nicht zwingend G&#228;ste. Selbst bei helllichtem Tag umgibt die Gr&#228;ber etwas Dunkles, Geheimnisvolles und ich f&#252;hle mich an die keltischen Sagen erinnert, nach denen solche H&#252;gel zu gewissen Zeiten den  Eingang in die Andere Welt, die Anderswelt, das Jenseits der Kelten frei geben. Es ist Oktober und Samhain, die Nacht vom 31.10. auf den 1.11. ist nahe, eine Nacht, in der alter keltischer Tradition nach die Grenze zwischen dem Reich der Lebenden und der Toten verschwimmt.</p>
<div id="attachment_390" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-390 " title="Der Schwarze Weiher" src="http://mystische-orte.de/wp-content/uploads/2009/10/IMG_0105-300x200.jpg" alt="Der Schwarze Weiher" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Der Schwarze Weiher</p></div>
<p>Etwas weiter &#246;stlich erreichen wir den Schwarzen Weiher, vielleicht so genannt, weil er als Moorsee immer dunkles Wasser f&#252;hrt, vielleicht aber auch, weil auch ihn jene D&#252;sternis umgibt, selbst wenn sich der Himmel hell strahlend und wei&#223;-blau zwischen den Wipfeln der B&#228;ume zeigt, die das stille Gew&#228;sser umgeben. Bl&#228;tter segeln auf den schwarzen Spiegel des Wassers und zeichnen Kreise darauf, doch wirklich Leben hauchen sie der Szene damit nicht ein. Die Melancholie dieses Ortes passt gut zur benachbarten Totenstadt und wie von selbst kreisen die Gedanken um das Mysterium von Leben und Tod.</p>
<p>Wir wenden unsere Schritte weiter nach Osten, hinaus aus dem Wald und auf zur&#252;ck auf die hellen Fluren. Es ist ein eigenartiges Gef&#252;hl, denn das Helle und das Dunkle ist unserer Seele begegnet und hat in uns Licht und Schatten hinterlassen. Die Kelten waren dem Geheimnis des Werdens und Vergehens immer schon nahe. F&#252;r sie war die Anderswelt nur eine andere Form des Lebens, in der es rauschende Feste und k&#246;stliche Gelage geben w&#252;rde. So statteten sie die Gr&#228;ber ihrer Toten mit zahlreichen Gaben aus, allem voran Teller, Trinkgef&#228;&#223;e, T&#246;pfe, damit sie gut ausgestattet an den Feiern teilnehmen k&#246;nnen. Dass sie ihren Toten eigene St&#228;dte errichteten und die H&#252;gel wie Wohnst&#228;tten zu verstehen sind, wirft ein Licht auf das Verst&#228;ndnis von Leben und Tod in diesen vergessenen Zeiten, das so ganz anders ist als das der Moderne. Sterben war ein &#220;bergang in eine andere Form des Lebens und zugleich waren die Verstorbenen, die Ahnen, die Nachbarn der Lebenden.</p>
<p>Vielleicht ist dies die Botschaft, die die Begegnung mit den H&#252;gelgr&#228;bern von Weipartshausen und anderswo f&#252;r uns bereit h&#228;lt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://mystische-orte.de/deutschland/bayern/huegelgraeber-bei-muensing/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	<georss:point>47.9252777 11.3523102</georss:point>	</item>
		<item>
		<title>St. Johann Nepomuk am Starnberger See</title>
		<link>http://mystische-orte.de/deutschland/bayern/st-johann-nepomuk-am-starnberger-see</link>
		<comments>http://mystische-orte.de/deutschland/bayern/st-johann-nepomuk-am-starnberger-see#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Jun 2008 07:42:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CAW</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[St. Johann Nepomuk]]></category>
		<category><![CDATA[St. Johannes]]></category>
		<category><![CDATA[Starnberger See]]></category>
		<category><![CDATA[Tutzing]]></category>
		<category><![CDATA[Würmsee]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mystische-orte.de/kraftorte/bayern/st-johann-nepomuk-am-starnberger-see/</guid>
		<description><![CDATA[Kurz nach dem wir Tutzing Richtung S&#252;den verlassen, f&#228;llt unser Blick auf eine wei&#223;e S&#228;ule unter Buchen auf. Ein kleiner Fu&#223;weg f&#252;hrt die Anh&#246;he hinauf und nach wenigen Schritten finden wir uns auf dem Grat eines Steilhanges wieder, auf dem ein Weg entlang f&#252;hrt. Vor uns &#246;ffnet sich das Panorama des W&#252;rmsees: bis hin zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" src="http://www.mystische-orte.de/wp-content/uploads/2007/04/st-nepomuk-sta.JPG" alt="St. Nepomuk am Starnberger See" width="150" height="200" />Kurz nach dem wir Tutzing Richtung S&#252;den verlassen, f&#228;llt unser Blick auf eine wei&#223;e S&#228;ule unter Buchen auf. Ein kleiner Fu&#223;weg f&#252;hrt die Anh&#246;he hinauf und nach wenigen Schritten finden wir uns auf dem Grat eines Steilhanges wieder, auf dem ein Weg entlang f&#252;hrt. Vor uns &#246;ffnet sich das Panorama des W&#252;rmsees: bis hin zu den Alpen schweift der Blick und auf dem gegen&#252;berliegenden Ufer blitzt das strahlende Wei&#223; die Pfarrkirche von Holzhausen zu uns her&#252;ber, die Johannes dem T&#228;ufer geweiht ist. Doch der Ort an dem wir uns befinden, gilt einem anderen Johannes. Wir wenden uns der S&#228;ule zu &#8211; und entdecken, dass es sich um einen Schrein handelt, in dem das &#252;berlebensgro&#223;e Holzstandbild eines anderen Heiligen wohnt: Johannes Nepomuk. Im Schatten der alten Buchen nehmen wir Platz auf de dort aufgestellten B&#228;nken und genie&#223;en den Ausblick auf den See.<span id="more-22"></span></p>
<p><img class="alignright" src="http://www.mystische-orte.de/wp-content/uploads/2007/04/st-nepomuk-prag2.jpg" alt="St. Nepomuk auf der Karlsbr&#252;cke in Prag" width="150" height="203" />Wer war dieser Johannes Nepomuk? Johannes wurde um das Jahr 1340 in Pomuk geboren, einer Kleinstadt im heutigen Tschechien. Johannes ne Pomuk (&#8221;aus Pomuk&#8221;) wirkte unter Anderem als Domherr in Prag und machte sich durch sein resolutes Auftreten f&#252;r die Rechte der Kirche nicht gerade beliebt beim K&#246;nig Wenzel &#8211; daf&#252;r umso beliebter beim Volke. Als nun die K&#246;nigin von B&#246;hmen Johannes als ihren Beichtvater ausw&#228;hlte, wollte Wenzel ihn zwingen, das Beichtgeheimnis zu brechen. Johannes weigerte sich bis in den Tod: er starb als M&#228;rtyrer unter der Folter im Jahre 1393. Daraufhin warf man ihn in die Moldau. Die Legende will es, dass f&#252;nf Sterne zum Fundort der Leiche f&#252;hrten, sodass er im Prager Veitsdom bestatte werden konnte. 1693 wurde ihm auf der Prager Karlsbr&#252;cke ein Denkmal gesetzt &#8211; dies machte ihn zu einem bedeutenden Br&#252;ckenheiligen und zu einem, der &#252;ber die Naturgewalten des Wassers gebietet. In dieser Funktion begegnet er uns auch hier: als Schutzherr vor Seenot durch Gewitter. Er h&#228;lt das Kruzifix fest in der Hand und sein Haupt wird von sieben Sternen umkr&#228;nzt &#8211; das ist ungew&#246;hnlich, denn &#252;blicherweise wird der Heilige nur mit den f&#252;nf Sternen umkr&#228;nzt, die den Weg zu seinem Leichnam wiesen. Er ist &#252;brigens der einzige Heilige neben der Jungfrau Maria, dessen Heiligkeit durch Sterne symbolisiert wird. Manchmal werden diese auch mit den f&#252;nf Buchstaben des Wortes TACUI &#8211; &#8220;ich habe geschwiegen&#8221; &#8211; in Verbindung gebracht. Der Heilige Johannes Nepomuk sch&#252;tzt nicht nur gegen die Gefahren des Wassers und ist ein Heiliger der Br&#252;cken, sondern er ist auch der Patron der Verschwiegenheit.</p>
<p><img class="alignleft" src="http://www.mystische-orte.de/wp-content/uploads/2007/04/starnberger_see_nepomuk.jpg" alt="Blick von St. Nepomuk auf den Starnberger See" width="200" height="150" />Ebenso verschwiegen ist dieser kraftvolle Ort unter dem Schutz der m&#228;chtigen Buchen. Ein Ort, an dem das Sprechen verstummt und wir uns ganz in uns hineinhorchen m&#246;chten, w&#228;hrend sich unser Auge in den schneebedeckten Gipfeln der Berge verliert. Hinter uns schenkt Johannes Nepomuk uns die Kraft, f&#252;r unsere Ideale einzustehen und uns selbst treu zu bleiben &#8211; egal, wie st&#252;rmisch die See auch sein mag. So steht er als Br&#252;ckenheiliger f&#252;r die Liebe, die eine Br&#252;cke zwischen den Herzen schl&#228;gt, aber wichtiger noch ist seine Rolle als H&#252;ter der anvertrauten Geheimnisse, die wir in unseren Herzen tragen. Er ist der H&#252;ter des Vertrauens, das andere in uns gesetzt haben.</p>
<p>Meine Gedanken: <em>Wo habe ich schon einmal ein mir anvertrautes Geheimnis verraten &#8211; und mich dadurch schuldig gef&#252;hlt? Was k&#246;nnte ich tun, um es wieder gut zu machen?<br />
Vielleicht trage ich ein Geheimnis in meinem Herzen, das ich gerne los werden m&#246;chte &#8211; hier finde ich Kraft, um das Vertrauen, das in mich gesetzt wurde, zu bewahren.<br />
M&#246;chte ich manchmal lieber schweigen?</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://mystische-orte.de/deutschland/bayern/st-johann-nepomuk-am-starnberger-see/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	<georss:point>47.9017944 11.2740221</georss:point>	</item>
	</channel>
</rss>
